Sicherheit und Umwelt

Wie messen wir Radon?

Grundsätzlich wird zwischen passiven und aktiven Messverfahren unterschieden:

Zur Prüfung der Radonkonzentration in Innenräumen wird das passive Radonmessverfahren mittels Kernspurmexposimetern angewendet. Dies ermöglicht die einfache und kostengünstige Ermittlung der durchschnittlichen Radonkonzentration in einem Innenraum.
Zur Prüfung der zeitlich aufgelösten Radonkonzentration oder für die Radoneindringpfadsuche können aktive Radonmessgeräte eingesetzt werden

Routinemäßige Ermittlung der Radonkonzentration mit passivem Kernspurmessverfahren
Karlsruher Radonexposimeter
Karlsruher Radonexposimeter
Querschnitt Karlsruher Radonexposimeter
Das Karlsruher Radonexposimeter

Zur Überwachung der Radonaktivitätskonzentration in Luft werden bei der Festkörperdosimetrie passive Radondiffusionskammern (Radonexposimeter) mit Kernspurdetektoren eingesetzt. Die Funktionsweise einer Radondiffusionskammer lässt sich wie folgt beschreiben: Radon-222 diffundiert durch eine Filtermembran in das Innere eines halbkugelförmigen Radonexposimeters. Im Innern der Halbkugel befindet sich ein 300μm dicker kreisförmiger Detektor aus Polycarbonatfolie. Die von Radon-222 ausgehende Alpha-Strahlung verursacht latente, nicht sichtbare Spuren in dem Detektormaterial. Wird der Detektor chemisch und elektrochemisch geätzt können die Spuren auf dem Detektormaterial sichtbar gemacht werden. Anhand der Anzahl der Spuren kann die mittlere Radonkonzentration im exponierten Zeitraum des Radonexposimeters berechnet werden. In der nebenstehenden Abbildung ist der schematische Aufbau eines Radonexposimeters abgebildet.

Das passive Messverfahren mit dem Karlsruher Radonexposimeter wird zur Messung der durchschnittlichen Radonkonzentration in Innenräumen angewendet. Weitere Informationen zum Ablauf der Radonmessung finden Sie unter: Messung in Gebäuden. Die Bestellung für passive Radonmessungen können sie unter Bestellung von Radonmessgeräten abschicken.

Ermittelung der Radonaktivitätskonzentration mit aktiven Messgeräten zur direkten Anzeige
Aktives Radonmessgerät

Aktive Messmethoden werden angewandt, um schnell eine Übersicht über die vorherrschende Aktivitätskonzentration zu erhalten. Wir verwenden ein aktives Messgerät der Firma Saphymo: AlphaGUARD PQ2000PRO. Der Detektor des Messgeräts besteht aus einer Ionisationskammer aus einer zylinderförmigen, einseitig offenen, leitfähigen Kammer (Anode), in der eine Mittelelektrode (Kathode) zentrisch angeordnet ist. Um Folgeprodukte fern zu halten, befindet sich an der offenen Seite der Kammer ein großflächiger Glasfaserfilter. An der Anode liegt eine Hochspannung von ungefähr 1200V an. Die Kathode ist mit einem hochempfindlichen Vorverstärker verbunden. Wird die Luft in der Kammer durch ein Radonteilchen ionisiert, ist an der Kathode ein Stromimpuls messbar. Dieser wird nach dem Vorverstärker mittels Pulshöhendiskriminierung spektroskopisch ausgewertet.

Radon im Gebäude
Gebäude

Weitere Informationen zu Radonmessungen in Gebäuden.

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Radon in Trinkwasser
Trinkwasser

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Arbeitsplätze
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