Sicherheit und Umwelt

Wie gelangt Radon in Wohnhäuser?

Konventionell gebaute Häuser sind im allgemeinen nicht luftdicht. Bodenluft kann durch Fugen, poröse Wände, Kellerfenster oder Durchführungen von Versorgungsleitungen in das Hausinnere gelangen. Die Radonkonzentration in Räumen steigt wie die Konzentration anderer Schadstoffe allgemein mit sinkendem Luftaustausch mit außen stark an. Energiesparmaßnahmen haben in den letzten Jahren zu einer ständigen Verringerung der Luftwechselraten beigetragen.

Die Durchführung einer Radonmessung mit unseren Karlsruher Radonexposimeter ist sehr einfach und zuverlässig.

Auswahl des Messortes:

Zur Bewertung der Radonsituation eines Wohnhauses sollte mindestens eine Radonmessung im Keller und eine weitere Messung in einem Aufenthaltsraum, zum Beispiel ein Wohn- bzw. Schlafzimmer, durchgeführt werden. Auch eine Einzelmessung oder weitere Messorte sind möglich.

Ablauf der Radonmessung:

Die Detektoren werden in radondichten Aluminiumtüten versendet. Der Messort ist so zu wählen, dass es sich um einen normal belüfteten Ort im Wohn- oder Arbeitsbereich handelt. Die Messung an einem ständig geöffneten Fenster oder in einer völlig unbelüfteten Abstellkammer ist nicht repräsentativ. Das Dosimeter sollte nicht nass werden, und das sichtbare weiße Filter darf nicht beschädigt werden. An seinem Messort soll das Dosimeter für einen längeren Zeitraum stehen oder hängen, damit schwankenden Radonkonzentrationen durch bspw. Wetterveränderungen erfasst werden können. Die Seite mit den sichtbaren weißen Filteröffnungen darf nicht verdeckt werden. Nach Ablauf des Aufstellungszeitraumes wird das Dosimeter in die Tüte zurück gelegt und mit einem Klebestreifen (z. B. Tesafilm) möglichst luftdicht verschlossen. Zusammen mit dem Ergebnis der Messung(en) werden zusätzliche Erläuterungen zur Bedeutung des Messwertes geliefert.

Auswahl der Messperiode und Messdauer:

Grundsätzlich sollte für Informationsmessungen eine Messdauer von mindestens 2 Monaten eingeplant werden. Die Messzeit sollte mit mindestens 50% während der Heizperiode liegen. Diese Informationen sind in der Norm DIN ISO 11665-8 „Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt - Luft: Radon-222 - Teil 8: Methodik zur Erstbewertung sowie für zusätzliche Untersuchungen in Gebäuden“ dokumentiert.

Zur vollständigen Betrachtung von saisonalen Schwankungen ist eine Messung der Radonkonzentration über ein Jahr notwendig. Dies wird im Strahlenschutzgesetz, welches am 12. Mai 2017 beschlossen wurde, zur Bestimmung des Radon-Referenzwertes gefordert.